It´s over !!!
Und ich habe es überlebt. Es war nicht schön, aber ich habe es durchgezogen. 3:41h ist sicher nicht das, was ich und was auch andere von mir erwartet haben und das entspricht sicher auch nicht meinem tatsächlichen Leistungsniveau. Aber so ist das eben manchmal im Sport. Das ganze Jahr war nicht MEINES ! So denn dann auch hier. Vor Berlin war der Plan ja schon klar Richtung die drei Stunden Marke. Das wurde mir aufgrund von Rücken, Magen und was weiß ich noch alles für Beschwerden, nicht vergönnt. Nun sollte es Frankfurt “richten”. Die Vorbereitungen waren deutlich besser, als die für Berlin. Ich fühlte mich super ! Meine körperliche Verfassung hatte sich deutlich verbessert, mein Training lief wie am Schnürrchen und somit war ich guten Mutes, das “Risiko” eingehen zu können, den Marathon ambitioniert zu starten. Ich habe niemandem davon erzählt, habe es für mich behalten, wollte nicht noch zusätzlichen Druck aufbauen… Es hat nicht sollen sein! Ausreden gibt es genug, aber die will ich selbst gar nicht so gelten lassen. Ob es nun die zwei Mara´s in fünf Wochen sind, ob es die BLUTBLASE war, die ich mir wegen nassen Socken von anfang an gelaufen habe (DAS ERSTE MAL HATTE ICH SOWAS!!!), oder ob es der Anfängerfehler war, das Salz in meinen Flaschen vergessen zu haben. Vielleicht auch die leichte Erkältung in den Tage von dem Marathon mit leichten Halsschmerzen und Kratzen am Morgen, … Ich weiss es nicht. Es sollte eben nicht sein.
Dennoch wollte ich es unbedingt probieren. Ganz ehrlich, wäre ich einen Marathon um 3:09-3:15 gelaufen, sicher, wäre toll und nicht zu verachten, das soll auch nicht überheblich klingen, aber ich habe auf 3 Stunden trainiert und würde mich nun ärgern, hätte ich es nicht wenigstens versucht !!!
Nun aber mal zum eigentlich Rennen: wie schon gesagt, ich bin sehr ambitioniert los. 4er Schnitt zu beginn, um etwas Luft zu bekommen, nach km2 musste ich feststellen, das ich da doch schneller unterwegs war, als geplant. Nach km3 hatte ich mich erstmals in meinem vorgenommenem Plan bewegt. Von Markus, hatte ich mich schnell verabschiedet. Er sagte zwar, er wolle mit mir langsamer los, das sah dann aber anders aus ! ;o) Hab dann immer wieder mal ein paar wenige KM das Tempo rausgenommen, und mein Tempo versucht ein wenig zu variieren. Die Strecke ist ja nun auch nicht wirklich flach, so lange es noch durch die Stadt geht, zur Eschersheimer ging es dann doch schon bisserl hoch, aber mein Schnitt pendelte sich dann immer wieder laut Uhr auf um 4:15-4:20 ein. Als es dann nach Sachsenhausen rüber ging, konnte ich noch freudestrahlend meinen “Anhang” am Strassenrand begrüssen, hielt kurz an um Mika und Tina ein Küsschen aufzudrücken und dann weiter. Da war ich aber eigentlich schon platt. Meine Zeiten auf der Uhr belegen das auch. Bei KM15 lief ich schon mehr als 10 Sekunden unter Plan und ich spürte, wie meine Beine so langsam aber sicher zu machten. Bei KM 18 war es dann vorbei. Konnte schon nicht mehr richtig lange Schritte machen und ich wusste, nun wird es weh tun ! Die oben erwähnte Blutblase kam nun auch noch dazu, läuft alles gut, kann man das sicher irgendwie ausblenden, aber das Ding war durch… Die Geschichte ist dann schnell zu Ende erzählt, beim HM war ich dann schon 5min. “zu spät” mit 1:35 und die zweite Hälfte quälte ich mich dann in 2:04 !!! Da brauch ich nix mehr dazu zu sagen, gelle ! Ich kroch über die Strecke, musste teilweise sogar anhalten, mal paar Schritte gehen, es war echt furchtbar. Mir tat alles weh und ich war schon ziemlich traurig, wieder gewissen Aufwand betriebgen, Entbehrungen in kauf genommen, “die Klappe weit aufgerissen” und nichts zählbares kam dabei rum… HALT !!! Doch und genau das hat mich das Ding zu ende bringen lassen. Einmal stand mein kleiner Junge im Zielkanal und wollte mit seinem Papi ins Ziel einlaufen und zum Anderen meine Aktion “KM4Kids” zu Gunsten der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder. Ich konnte gar nicht aussteigen, also brachte ich das Ding nach hause und nach 3:41 lief ich doch sehr glücklich und stolz mit Mika über die Ziellinie und mit über 5000Euro für die Stiftung in der Tasche !!! DAS macht mich wirklich sehr sehr stolz und dafür hat sich der ganze Aufwand gelohnt ! Und ja, ich habe sehr viel gelernt, über mich und über das Training und so …
So, es stehen nun noch die Scheckübergabe und die Ermittlung der Gewinner meiner Aktion aus. Das wird in dieser Woche noch stattfinden und ich werde es hier bekanntgeben. Ich war erstmal ein paar Tage im Urlaub und habe mich erholt. Nun geht es mir blendend, komischerweise ging es mir auch direkt nach dem Marathon wieder blendend, aber klar, hab ja auch “nichts” gemacht ! War am nächsten Tag schon kräftig in den Bergen wandern… ;o) Wie gesagt, mir gehts super und ich werde nun locker ein wenig trainieren, vor allem mal wieder radeln und schwimmen gehen… Ich freu mich richtig drauf …
Also, das soll es nun mit dem Thema “MARATHON” erst mal gewesen sein. Ich möchte aber nicht verpassen, von mir betreute Athleten zu erwähnen, die sowas von einen rausgehauen haben in Frankfurt. Einmal Atze, der bei einer angepeilten Zeit von 3:45h diese um 11 Minuten noch unterbot und bei seinem Debüt auf der Königsstrecke ne 3:34 zu zaubern in der Lage war. Was für eine Zeit !!! Unglaublich, herzlichen Glückwunsch !!
Und ebenso Andreas, der gerne auch bei seinem ersten Marathon unter den magischen 4 Stunden bleiben wollte und das mit 3:55h eindrucksvoll noch deutlich unterbieten konnte. Was für tolle Leistungen bei ihrem ERSTEN Marathon !!! Da kann man nur den hut vor ziehen !!!
Nicht zu vergessen den Wolfgang, der noch vor fünf Wochen unters Messer und am Rücken operiert werden sollte. Falsche Diagnose zum Glück, aber nur noch vier Wochen restliche Zeit bis zum Marathon. Ziel war es hier, ihn fit zu bekommen und gesund und heil in die Festhalle und über die Ziellinie. Auch das eindrucksvoll gelungen mit 4:33h auch noch eine gute Zeit, vor allem, wenn man bedenkt, das er bis KM35 auf Kurs knapp über vier Stunden war. Das gerade ER, dem die ganzen langen Läufe fehlten, zum Ende hin einbrechen würde, ist nun nicht verwunderlich. Trotzdem ein saustarke Leistunge !!! Und er verischerter mir, er ist gesund angekommen und alle erfreuten sich an den nächsten Tagen über relativ geringen Schmerzen. Nur Atze leidet extrem !!! hahaha… Keine Sorge, der Schmerz geht vorbei, DER RUHM BLEIBT !!! ;o)))
Glückwunsch euch allen, auch meinen ganzen vielen Marathon-Projekt-Teilnehmern. Vielen Dank für so viele positive Rückmeldungen und Glückwunsch zu so vielen tollen Leistungen. Das macht mich wirklich sehr sehr stolz !!!
Guuut, das sollte dann nun erst mal reichen. Ich werde mich die Tage mit den Auswertungen und einem weiteren Bericht über das Treffen mit der Kinderkrebsstiftung wieder melden. Auch hier noch ALLEN meinen herzlichsten Dank. Das war ganze Arbeit und es ist ein schönes Gefühl für uns alle, das wir hier helfen können und einen so tollen Zusammenhalt bewiesen haben ! Auch das macht mich sehr sehr stolz …
Nun denn, mit stolzgeschwellter Brust verabscheide ich mich nun von euch allen, bis die Tage !
Euer´nnnnnnnnnnnnnn Sasch.
PS: DANKE an Tini, M. Hähneli, Sylvi B., Michi B., Miki und alle sonst noch, die mich unterstüützt haben!!!
