Ja richtig gelesen, in den letzten Tagen, in denen ich leider weniger hier geschrieben hatte, kam immer mehr und mehr das Verlangen auf, das mal auszuprobieren, um sich dann ein objektives Bild davon machen zu können. Wie schwierig ist es denn, sich vegan, also der komplette Verzicht auf tierische Lebensmittel, zu ernähren ? Was ist und wird aus meinen Gewohnheiten, was aus meinem Joghurt-Vernichtungsdrang, was aus meiner Liebe zu Käsebrot mit Senf, was aus meinem zelebrierten Cappuchino at Home.. Wie sollte ich das überleben ? Was ich aus all den bisherigen solcher, nennen wir es mal “Ideen” gelernt hatte, ist nicht unvorbereitet da reinzuschiessen, nach dem Motto: “Hello hier bin ich”, sondern sowas muss und will gut vorbereitet und geplant sein. Was bedeutet es, sich rein pflanzenbasierend zu ernähren? Ich, der 6 stundenlange SpareRibs auf dem Grill dahinschmökern lässt, der Filetsteaks nur mag, wenn er sie selbst aufwendig zubereitet hat, oder säckeweise Putenbruststreifen im Salat konsumiert oder der schlichtweg bei der Eintracht NIEMALS auf einen Äppler inkl. Stadionworscht verzichten könnte oder der bei der “Low-bis-No-Carb Ernährung” propabiert hat, wenn hunger kommt, dann 40% Gouda und e Schnibbelche Flaaschworscht zu futtern…
WIE SOLL DAS FUNKTIONIEREN ???
Wie gesagt, ich will vorbereitet sein. Meine bisherigen vorbereitenden Maßnahmen, sahen wie folgt aus:


1. finde etwas, dass dir den Joghurt ersetzen kann. JFYI (just for your information heisst das!) ich esse nicht Joghurt, ich vernichte! nicht etwa 100g homöopathische Becherchen, oder 250g oder 500 .. neeeeeiiiin 1kg EIMER sind das bisher immer gewesen…

2. finde einen Milchersatz: wie oben erwähnt, ich liebe meinen eigenen Cappuchino, habe laaange nach den richtigen Bohnen “geforscht” lange die bester, praktischste und “ritualistischste” Art, Milch zu schäumen usw usw usw. (DAS war bisher meine grösste Hürde, das kann ich euch schon mal verraten)

3. ich liebe Brot, gut darauf hatte ich bei den Low Carb Geschichten gänzlich verzichtet, aber nun dürfte ich ja wieder. Was soll da drauf ? Womit kann man sein “Abendbrot” verzieren und pimpen, wenn man sich vegan ernährt

4. wie lässt sich das denn mit dem Sport verbinden ? Fehlt es da nicht an Eiweiß oder sonst was ???

und 5. wo ist denn eigentlich irgendetwas von Tieren in unserer Nahrung drinnen? Da sind Sachen dabei, das hätte ich niemals gedacht..

Also, das sind meine Gedanken. Und ich starte somit diesen Selbstversuch, und damit ich nicht irgendeinem Placebo-Effekt zum Opfer falle, gehe ich nun zu einem Bluttest und lasse da mal alles was das beeinflussen könnte testen. Cholesterin, VitaminB12, Entzündungswerte und was auch immer noch da mit reinfällt. Und diese Werte lasse ich nach 4 Wochen erneut bestimmen und werde die dann miteinander vergleichen.

Ich bin sehr gespannt und werde frei nach dem Motto:
Woran erkennt man, dass ein Veganer im Raum ist?
Er wird es dir schon erzählt haben !

… versuchen hier täglich fleißig zu berichten, wie es mir wohl gelingt. Ich denke, ich bin nun langsam soweit und könnte hoffentlich Montag starten!


BITTE, JA- ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es kurz vor Weihnachten ist und NEIN- es zwingt mich keiner (auch keine Schulschwänzerin aus Skandinavien) und JA- ich bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte ! 🙂 Bin zwar nun leider seit guten zwei Wochen mit heftigstem Husten gesegnet, aber sonst geistig wohl auf !
Bis dann