Ohweeeh, heute sollten uns Radfahrer hier aus Rimbach und Umgebung begleiten. Was haben wir am Abend zuvor uns einen Unsinn zusammen gesponnen, wie die uns zersägen würden an den Bergen, welche Ausrede wir für unsere schlechte Radperformance bringen könnten, ja wie wir sie sogar manipulieren könnten…
Ich nehm’s mal vorne weg: wir konnten ganz gut mithalten.
Aber mal der Reihe nach… Morgens habe ich direkt zum Startzeitpunkt erst mal schön nen Platten gehabt… Den konnte ich mit dem Peter in weniger als zwei Minuten wechseln und dann ging es endlich los. Irgendwie fühlte ich mich nicht wirklich gut. Es war sehr ungemütlich heute. Kalt, frisch, windig, aber vor allem kaaaalt! Es war zwar trocken, aber rischdisch frisch… Und meine Luft war nicht wirklich gut. Mir fiel es schwer zu atmen. Naja jedenfalls führen wir nun im 13er Verbund hier quer durch die ganze Prärie. Und das sehr zügig, wie ich fand. Und wie gesagt, meine Atmung war wirklich extrem schwerfällig. Als ich mich nach gut 30km mal traute, das weiter zu erzählen, wurde mir das von noch weiteren Jungs hier bestätigt. Teils wegen Allergie, teils wegen dem Wetter allgemein. Das beruhigte mich. Es wurde nun auch stetig besser. Wir fuhren also hier durch die Gegend, sehr schöne Strecken, nahe der tschechischen Grenze und es ging permanent nur hoch oder runter. Super wellige und unrhythmische Strecke war das, aber ich kam erstaunlich gut zurecht damit. Nur die Kälte machte mir heftigst zu schaffen. Ich fror die ganze Zeit. Nach ca. 75km wurde der Schrei nach einer Kaffeepause laut. Keiner hatte wirklich was dagegen, wenn auch jedem klar war, dass das “Wiederlosfahren” schmerzen würde. Egal, ab ins Warme und was warmes getrunken.
Stefan hatte in seinem “Koffer”am Rad noch frische Klamotten, die er mir gab. Ab diesem Zeitpunkt ging es mir wieder richtig gut. Ich war trocken, mir war warm, ich trank eine Milschkaffee, einen Cappuccino und einen Kamillentee.
Als es dann weiter ging, war ich fit wie ein Turnschuh. Ich war ständig vorne und fuhr an der Spitze. Der Ein oder Andere hatte mit der Kraft oder Schmerzen zu tun gehabt, bei mir lief es wirklich bestens.
Leider hatten wir dann auf den letzten 30km noch einen Platten, diesmal nicht bei mir, aber auch das störte uns dann nicht mehr groß… Nach mehr als 5,5 Stunden, deutlich über 2000 Höhenmetern und 150km kamen wir gut geplättet wieder an…
Harter Tag, Duschen schnell futtern und gegen 22 Uhr lagen wir schon im Bett..
Gute Naaaaaaacht
Euer’n Säsch.